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<title>Pierre Bini</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pierre Bini</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Pierre Bini</b> (* <a href="2._August" title="2. August">2. August</a> <a href="1923" title="1923">1923</a> in <a href="Laragne-Mont%C3%A9glin" title="Laragne-Montéglin">Laragne-Montéglin</a>, <a href="D%C3%A9partement_Hautes-Alpes" title="Département Hautes-Alpes">Hautes-Alpes</a>; † <a href="21._Juni" title="21. Juni">21. Juni</a> <a href="1991" title="1991">1991</a>) war ein <a href="Fu%C3%9Fball_in_Frankreich" title="Fußball in Frankreich">französischer Fußballspieler</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Vereinskarriere">Die Vereinskarriere</h2></div>
<p>Der <a href="St%C3%BCrmer_(Fu%C3%9Fball)" title="Stürmer (Fußball)">Halbstürmer</a> Pierre Bini begann das Fußballspielen bei <i>Laragne Sports</i>, dem Verein seines Geburtsortes, südlich von <a href="Gap" title="Gap">Gap</a> gelegen. Mitten im <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> wurde er erstmals auch überregional bekannt: in der Saison 1943/44, als in Frankreich statt der Vereinsmannschaften Regionalauswahlen um Meistertitel und Pokal spielten, stand er in der <i>Équipe Fédérale Marseille-Provence</i>, die am Ende Platz 9 unter 16 Teams belegte. Das anschließende Jahr fehlt in Binis persönlicher wie sportlicher Biographie.
</p><p>Nach der Befreiung Frankreichs und der Wiederaufnahme des professionellen Spielbetriebs trug er 1945/46 die Farben des Zweitligisten <a href="Clermont_Foot" title="Clermont Foot">AS Clermont-Ferrand</a> und kam zur Saison 1946/47 für eine Ablösesumme von 600.000 <a href="Franz%C3%B6sischer_Franc" title="Französischer Franc">alten Francs</a> zu <a href="Stade_de_Reims" class="mw-redirect" title="Stade de Reims">Stade de Reims</a>, das ein Jahr zuvor erstmals in der <a href="Ligue_1" title="Ligue 1">Division 1</a>, der höchsten <a href="Frankreich" title="Frankreich">französischen</a> Spielklasse, vertreten war und auf Anhieb mit einem 4. Tabellenplatz aufhorchen ließ. Dass die Rot-Weißen aus der <a href="Champagne" title="Champagne">Champagne</a> für annähernd 20 Jahre den französischen Profifußball dominieren sollten, war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht absehbar – dass es dazu kam, lag nicht unwesentlich an den offensiven Qualitäten, für die auch Bini stand. Bis 1950 gehörte er zur Stammbesetzung der <i>Rémois</i>, blieb auch von Verletzungen weitgehend verschont und erzielte in den ersten drei Jahren insgesamt 45 Punktspieltore. Wurde er anfangs wegen seiner langen Beine und der Herkunft noch als <i>le chèvre</i> bespöttelt, entwickelte er sich aufgrund seiner kämpferischen Einstellung und Treffsicherheit schnell zum Publikumsliebling im <i>Stade Auguste-Delaune</i>: aus der „Bergziege“ wurde <i>le râteau</i> („die Harke“).
</p><p>In der Saison 1948/49 trug er gemeinsam mit seinen Sturmkollegen <a href="Pierre_Flamion" title="Pierre Flamion">Pierre Flamion</a> und <a href="Pierre_Sinibaldi" title="Pierre Sinibaldi">Pierre Sinibaldi</a> (man sprach damals wortspielerisch von „les trois pierres“, dt. „die drei Steine“) maßgeblich dazu bei, dass Reims zum ersten Mal <a href="Franz%C3%B6sischer_Fu%C3%9Fballmeister" title="Französischer Fußballmeister">französischer Fußballmeister</a> wurde: Bini wurde mit 22 Treffern sogar fünftbester Ligatorschütze.
Im Jahr darauf zog ihn Trainer <a href="Henri_Roessler" title="Henri Roessler">Henri Roessler</a> auf die <a href="Mittelfeldspieler" title="Mittelfeldspieler">linke Läuferposition</a> zurück, weil sich Stade de Reims mit dem Niederländer <a href="Bram_Appel" title="Bram Appel">Bram Appel</a> und <a href="Francis_M%C3%A9ano" title="Francis Méano">Francis Méano</a>, der aus der <a href="Provence-Alpes-C%C3%B4te_d%E2%80%99Azur" title="Provence-Alpes-Côte d’Azur">gleichen Region</a> wie Bini stammte, im Sturm weiter verstärkt hatte. Er überließ das Toreschießen nun anderen, führte dafür gemeinsam mit <a href="Armand_Penverne" title="Armand Penverne">Armand Penverne</a> hervorragend Regie und am Saisonende wurde er mit seiner Elf auch erstmals <a href="Franz%C3%B6sischer_Fu%C3%9Fballpokalsieger" class="mw-redirect" title="Französischer Fußballpokalsieger">Pokalsieger</a>. Eine Berufung in die <a href="Franz%C3%B6sische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft" title="Französische Fußballnationalmannschaft">französische Fußballnationalmannschaft</a> blieb ihm aber verwehrt.
</p><p>1950/51 allerdings folgte ein ebenso jäher Abstieg für Bini: er wurde gesundheitlich anfällig, geriet deswegen völlig außer Form, wurde durch <a href="Andr%C3%A9_Petitfils" title="André Petitfils">André Petitfils</a> ersetzt und bestritt Anfang Oktober 1950 sein einziges Saisonpunktspiel für Reims. Am Ende trennte er sich von Stade, wechselte zum Ligakonkurrenten <a href="AS_Saint-%C3%89tienne" title="AS Saint-Étienne">AS Saint-Étienne</a>, blieb aber auch nur eine Saison dort. Von 1952 bis 1956 hat er für den aus der katholischen Sportbewegung stammenden Amateurklub <a href="US_Orl%C3%A9ans" title="US Orléans">Arago Sport Orléans</a> gespielt, mit dem er 1955 das Achtelfinale im Pokal erreichte und bei dem er anschließend bis 1960 auch noch als Trainer tätig war – unter <a href="Jules_Vandooren" title="Jules Vandooren">Jules Vandooren</a>, der während des Krieges gleichfalls bei Stade Reims aktiv war.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stationen">Stationen</h3></div>
<ul><li>Laragne Sports (1942/43)</li>
<li>Équipe Fédérale Marseille-Provence (1943/44)</li>
<li>AS Clermont-Ferrand (1945/46)</li>
<li>Stade de Reims (1946–1951)</li>
<li>AS Saint-Étienne (1951/52)</li>
<li>Arago Sport Orléans (1952–1956; 1956–1960 als Co-Trainer)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_nach_der_Fußballkarriere"><span id="Leben_nach_der_Fu.C3.9Fballkarriere"></span>Leben nach der Fußballkarriere</h2></div>
<p>In Binis Zeit in <a href="Orl%C3%A9ans" title="Orléans">Orléans</a> wurde sein Sohn <a href="Bruno_Bini" title="Bruno Bini">Bruno</a> geboren, der von 2007 bis 2013 die <a href="Franz%C3%B6sische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft_der_Frauen" title="Französische Fußballnationalmannschaft der Frauen">französische Frauennationalelf</a> trainierte. Ende der 1960er Jahre lebte Pierre Bini wieder in seinem Geburtsort und hatte dort als überzeugter <a href="Rassemblement_pour_la_R%C3%A9publique" title="Rassemblement pour la République">Gaullist</a> diverse politische Funktionen inne, war u. a. 1968 für die regionale Durchführung der Wahlen zur <a href="Nationalversammlung_(Frankreich)" title="Nationalversammlung (Frankreich)">Nationalversammlung</a> mitverantwortlich, Vizepräsident des <a href="Generalrat_(Frankreich)" class="mw-redirect" title="Generalrat (Frankreich)">Generalrats</a> von <a href="D%C3%A9partement_Hautes-Alpes" title="Département Hautes-Alpes">Hautes-Alpes</a> und Mitte der <a href="1980er" title="1980er">80er</a> Bürgermeister von Laragne. Heute trägt das dortige Stadion den Namen <i>Stade Pierre Bini</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Palmarès"><span id="Palmar.C3.A8s"></span>Palmarès</h2></div>
<ul><li><a href="Franz%C3%B6sischer_Fu%C3%9Fballmeister" title="Französischer Fußballmeister">Französischer Meister</a>: 1949 (und Vizemeister 1947)</li>
<li><a href="Franz%C3%B6sischer_Fu%C3%9Fballpokalsieger" class="mw-redirect" title="Französischer Fußballpokalsieger">Französischer Pokalsieger</a>: 1950</li>
<li>138 Spiele/51 Tore in der <a href="Ligue_1" title="Ligue 1">Division 1</a> davon 124/45 für Reims und 14/6 für Saint-Étienne</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Jean Cornu: <i>Les grandes équipes françaises de football.</i> Famot, Genève 1978</li>
<li>Pascal Grégoire-Boutreau/Tony Verbicaro: <i>Stade de Reims - une histoire sans fin.</i> Cahiers intempestifs, Saint-Étienne 2001, ISBN 2-911698-21-5</li>
<li>Michel Hubert/Jacques Pernet: <i>Stade de Reims. Sa légende.</i> Atelier Graphique, Reims 1992, ISBN 2-9506272-2-6</li>
<li>L’Équipe (Hg.): <i>Stade de Reims. Un club à la Une.</i> L’Équipe, Issy-les-Moulineaux 2006, ISBN 2-915535-41-8</li>
<li>Lucien Perpère/Victor Sinet/Louis Tanguy: <i>Reims de nos amours. 1931/1981 – 50 ans de Stade de Reims.</i> Alphabet Cube, Reims 1981</li>
<li>Jacques und Thomas Poncelet: <i>Supporters du Stade de Reims 1935–2005.</i> Eigenverlag, Reims 2005, ISBN 2-9525704-0-X</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.om1899.com/joueurs/dossierjoueur/binipierre.htm">Spielerdaten auf der OM-Webseite (frz.)</a></li></ul>
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